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zum Church-Air Preisträger für Mut 2003: |
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| Das Church-Air 03 in Küsnacht steht unter dem Motto: «Mut tut gut». Mutig durch das Leben zu gehen, das kann unter Umständen recht kompliziert sein. Und es gibt Menschen, die es aus eigener Initiative nicht schaffen, weil das Umfeld, in dem sie leben, sie als schwach eingestuft hat. Schwach bedeutet auch hilflos zu sein. Hilflosigkeit, ein Gefühl der Ohnmacht, das wohl jeder von uns in irgendeiner Situation erlebt hat. Oft braucht es viel Mut, um der Lage wieder Herr zu werden. Mut bedeutet auch Zivilcourage und die sollte auch bei den Mitmenschen zum Zuge kommen. Es ist einfach wegzusehen, wenn Behinderte und Schwache belästigt oder ausgelacht werden. Wieviel Mut braucht es doch für einen schwachen Menschen - den man vielleicht nicht einmal kennt - hinzustehen und sich damit vielleicht sogar in Gefahr zu begeben.
Der Preisträger des Church-Airs heisst Enrique Steiger, er ist Schönheitschirurg und Teilhaber einer Praxisklinik in Zürich. Man könnte also denken, dass er genügend beschäftigt ist mit dem Liften von Gesichtern, Busenverschönerungen und Fettabsaugen. Aber Steiger erwartet offensichtlich mehr vom Leben, er will nicht nur Schönheit vermitteln, sonder helfen und zwar dort, wo Hilfe wirklich notwendig ist. Er ist mutig, scheut keine Gefahr und begibt sich während der Freizeit regelmässig in Kriegs- oder andere Krisengebieten, um als Chirurg schwer verletzten Menschen beizustehen. Diese Hilfeleistungen sind nicht nur edel, sondern sie erfordern eine grosse Portion Idealismus und Mut. Die Einsätze sind nämlich nicht ungefährlich, sie könnten lebensgefährlich werden. Mutig sein, etwas für Schwache tun, das kann jeder von uns. Das Argument «keine Zeit» gilt nicht, denn Steiger beweist, das auch ein vielbeschäftigter Arzt Zeit aufwenden kann für mutlose und schwache Verletzte. Und das ist, so denke ich nun wirklich eine Anerkennung wert. Und vielleicht wäre es an der Zeit, zu überlegen, auf welche mutige Art wir uns für die Umwelt oder einen Mitmenschen einsetzen könnten. Béatrice Christen im Küsnachter Nr. 38 (18. September 2003) |
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